Woher Kreatin kommt, wo es wirkt und was Vegis wissen müssen
Was Kreatin ist
Kreatin wird im Körper (Nieren, Leber, Bauchspeicheldrüse) aus den Aminosäuren Glycin, Arginin und Methionin hergestellt (täglich ca. 1-2g)
Es wird beim Verzehr von v.a. Fisch und Fleisch aufgenommen (ca. 0.2 – 0.7g/100g)
Das Kreatin im Körper (ca. 120 – 150 g) findet sich vorwiegend in der Skelettmuskulatur; auch etwas im Herzmuskel und im Gehirn, in geringen Mengen in den anderen Organen und Zellen
Ca. 2g des Totalkreatins wird pro Tag als Kreatinin über die Nieren mit dem Urin ausgeschieden – dieser Verlust wird durch die Bildung von Kreatin im Körper und die Aufnahme über die Nahrung ersetzt
Für die Muskelkontraktion, aber auch für die Hirn- und Nervenfunktion wird Kreatin in Form von Kreatinphosphat (CrP) benötigt
Vegetarier/-innen ernähren sich praktisch kreatinfrei. Die körpereigene Bildung reicht aber, dass es nicht zu Mangelerscheinungen kommt.
Die Kreatinspeicher von regelmässigen Fleisch- und Fischkonsument/-innen sind rund 10% höher als bei Vegetarier/-innen.
In der Medizin wird Kreatin potenziell als Hilfstherapie bei z.B. Muskeldystrophie, bei Parkinson, bei ALS und in der Reha bei älteren Personen eingesetzt. Es braucht aber noch weitere Studien
Für eine kognitive Leistungssteigerung inkl. Verbesserung des Gedächtnisses oder der Konzentration gibt es bisher keine ausreichenden Belege – weitere Studien sollten durchgeführt werden.
Wirkung und mögliche Nebenwirkungen
Wird eine Supplementierung beendet, sinkt der muskuläre Gehalt an Kreatin nach ca. 6 Wochen wieder auf den Ausgangswert ab.
Bei ca. 20-30% der Supplementierten ist kein Effekt nachweisbar
Die Einnahme kann (v.a. wenn > 3-5g/d eingenommen wird) zu Blähungen, Durchfällen, Muskelkrämpfen führen – dies v.a., wenn eine sog. «Ladephase» von 20 g/d durchgeführt wird (sollte dem Sportler/Sportlerin vorenthalten sein und nur in Absprache mit dem Ernährungsberater / -in) durchgeführt werden!). Ebenfalls kann es in diesem Fall zu einer Gewichtszunahme von 0.5-3 kg kommen, was v.a. auf Wassereinlagerungen zurückzuführen ist.
Nierenkranken Personen oder Personen mit erhöhtem Risiko für Nierenerkrankungen (z.B. Diabetes, Bluthochdruck) sowie Personen mit einer Krebserkrankung wird vor der Einnahme abgeraten.
Wird Kreatin zusammen mit Kohlenhydraten eingenommen, wird die Aufnahme in die Muskelzellen verbessert.
Welches Kreatin soll ich einnehmen und wie viel?
Kreatin-Monohydrat ist das am besten untersuchte Kreatin-Supplement, über die weiteren Formen gibt es zu wenig Studien.
Eine tägliche Dosis von 3-6gr auf zwei Einnahmen pro Tag verteilt. Am besten jeweils in Kombination mit Kohlenhydraten
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